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Geschichte des Giro

Die Geschichte des Giro d'Italia wurde auf diesen Bergen geschrieben, auf den berühmten Aufstiegen der alpinen Pässe, wie z.B. der Gavia, der Mortirolo und der Tonale.

Passo Gavia (ab Ponte di Legno)

Der historische Aufstieg des Giro d’Italia, der schon seit 1960 die besten Radrennfahrer der Welt gesehen hat. Die anstrengende Steigung beginnt in Ponte di Legno und steigt bis auf über 2600 m des Passo del Tonale, wo man mit einem Panorama um 360° belohnt wird und wo die Gipfel der Ortler- und Adamello-Gruppe ihre Besucher umarmt. Die Etappe entspringt fast aus Zufall 1960, dank des Patron des Giro Vincenzo Torriani, der nach einem Kontrollflug die Steigung sah und entschied sie zum Rennen hinzuzufügen. Das berühmteste Ereignis trägt das Datum des 5. Juni 1988: schon beim Start mussten die Radrennfahrer gegen Eis und Schnee antreten, manche wurden sogar mit Erfrierungen gerettet werden und viele erreichten das Ziel lange nach der vorgesehenen Zeit. 

Passo Mortirolo (ab Monno)

Man bezeichnet es als den schwierigsten Aufstieg Europas, der auch den trainiertesten Athleten hart auf die Probe stellt, mit Neigungen bis zu 18%. Die Kehren schlängeln sich zwischen Nadelwälder, vorbei an kleinen Bergdörfern, in denen jedes ein Hinweisschild mit der Höhe zu finden ist.  
Beim Giro d'Italia 1994, während einer extrem harten Etappe, begann ein 24-jähriger Mann, Kehre nach Kehre, hinter sich alle Fahrer zu lassen und fuhr mit 2,52 Minuten Vorsprung auf den 2. durch das Ziel. Damals kannte niemand diesen jungen Mann, Marco Pantani. 2006 wurde entlang des schwierigsten Teil der Strecke ihm zur Ehre ein Denkmal errichtet, zum Andenken an die Radlegende, die nur zwei Jahre vorher starb. 

Passo del Tonale (ab Val di Sole)

Man steigt von Fucine di Ossana entlang der konstant steigenden Straße. Während des Radelns, fährt man an einer österreich-ungarischen Festung aus dem 1. WK vorbei. Zum ersten Mal fuhr man 1933 hier vorbei, auf der Etappe Bozen – Mailand und sie gehört zu den „Großen Aufstiegen des Trentino”.
1939 wurde diese Strecke für das rosa Trikot zum Verhängnis: Gino Bartali, der schon als Favorit galt, hatte einen Platten und fiel zu Boden und musste seinen Sieg an Valetti abgeben. Bartali, hatte wie immer telefoniert, um die Wetterverhältnisse am Pass zu erfahren, aber dies konnte ihm den Unfall und die Niederlage nicht verhindern. 

Passo del Tonale (von Ponte di Legno aus)

Der Aufstieg von Ponte di Legno Richtung Passo del Tonale ist sehr interessant. Die Wälder der Talsohle machen sich rar und es eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama mit der Adamello-Gruppe vor sich. Das Ziel ist der Passo Tonale, eine berühmte Skiortschaft und bei Wanderlustige, Geschichteliebhaber und MTB-Fahrer  ein Begriff. 
1984, bei der 63. Ausgabe des Giro d'Italia, fuhr man in Richtung Pass vom Valle Camonica kommend. Zuerst sollte die Etappe am Stilfserjoch-Pass vorbei, aber aufgrund der üppigen Schneefälle leitete man das Rennen auf den Tonale- und Gampenpass um, um dann hinunter nach Meran zu fahren. Einige reagierten polemisch auf diese Entscheidung und war der Meinung, dass dies zu Gunsten von Moser gedacht wurde.